Eine neue Story der Naturverbundenheit

Wir brauchen eine neue Story der Naturverbundenheit. Ich missachte deswegen den ehernen Grundsatz der Journalisten, sich nicht gemein zu machen. Ich mache mich gemein mit der Natur. Das Maß der Naturzerstörung hat Ausmaße angenommen, die ich schweigend nicht ertrage. Schmetterlinge und  Libellen, Wasserspinnen, Nerz, Feldlerche, die Eiche sterben in Deutschland aus, wenn wir ihnen nicht mehr Platz einräumen. Pflanzen, Tiere und alle unseren Verwandten haben dasselbe Lebensrecht wie wir.

Lassen wir der Natur freie Bahn

„Ich spreche für den Wolf“ habe ich in meinem Buch „Wildnis wagen!“ geschrieben, und deswegen spreche ich auch für den Menschen. Wir brauchen die Natur und die Wildnis, die der Wolf symbolisiert, und es ist an der Zeit, dass uns das bewusst wird. Wenn wir der Natur freie Bahn lassen, können Tiere, Pflanzen und all die anderen Lebewesen dort draußen mit uns leben. Wir müssen ein bisschen zur Seite rücken und uns zurücknehmen, damit das natürliche Leben sich entfalten kann.

Wir müssen verwildern, um unsere Zivilisation zu retten

Alles Leben kommt aus der Natur und wir mögen es vergessen haben, aber alles ist Natur – auch wir. Um diesem Gedanken wieder Raum in unserem rationalem Denken zu geben, müssen wir ein wenig verwildern im Hirn. Wir können jenseits unserer zivilisatorischen Grenzen lernen und unsere Gesellschaft so weiterentwickeln, dass wir auch in Zukunft gut leben. Wir brauchen Wildnis in der Natur und im Kopf, um Wohlstand auf allen Ebenen zu schaffen und ein gesundes, kreatives und selbstbestimmtes Leben zu leben. Wir müssen verwildern, um unsere Zivilisation zu retten.

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